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Wochenbericht 9. November 2009

Sun, Nov 8, 2009

Weekly-German

Wochenbericht 9.-15. November

Die Investoren waren in der letzten Woche vorsichtig optimistisch, als die Marktteilnehmer die Aktien und mehrere Währungspaare im Glauben, dass ein globales Wachstum angesagt sei, in die Höhe trieben. Der breitere Markt, der S&P 500 Index, stieg um 3,2 % oder 33 Punkte für die Woche an und schloss bei 1069. Der Dow Jones gewann auch wieder an Boden über dem Wert von 10.000 und bildete ein technisches Muster, das höhere Niveaus auslösen könnte. Die starke Wechselwirkung zwischen dem Dollar und den Aktienmärkten setzte sich fort, und auch wenn Gold zu neuen, erstmals gesehenen Höhen aufstieg, verlor ein Großteil der Rohstoffe in der letzten Woche an Boden.

Die Märkte fingen die Woche positiv an, da Schlagzeilen aus Asien, den USA und Europa zeigten, dass sich der Produktionssektor verbesserte. Die Lesarten in allen Regionen waren besser als erwartet und deuteten auf eine Produktionserweiterung hin.

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Am Dienstag verhielten sich die Märkte auch weiterhin gedämpft, obwohl die australische Zentralbank ihren Leitkurs um 0.25 % anhob und damit auf noch andauernde Wachstumsaussichten in Australien hinwies. Der Zentralbankgouverneur Stevens sagte: “Die Kurse könnten auch weiter langsam ansteigen”. Diese Worte ließen den Markt vermuten, dass die Inflation unter Kontrolle sei.

Am Donnerstag erhielten die Märkte noch mehr positive Nachrichten aus Europa, das zu dem starken Anstieg auf den Aktienmärkten beitrug. Die Europäische Kommission veröffentlichte neue Aussichten, die allgemein positiver als die früheren Berichte waren. Die Europäische Kommission erwartet jetzt, dass die Wirtschaft in der Eurozone im nächsten Jahr um 0,7 % expandiert. Das war eine enorme Verbesserung, vor allen Dingen, da offizielle Vertreter erwartet hatten, dass die Region in dieser Region um 0,1 % schrumpfen würde. Man darf nicht vergessen, dass der Internationale Währungsfonds weniger optimistisch ist und die Expansion für das nächste Jahr bei 0,3 % ansetzt, der Hälfte der Voraussagen der EU-Kommission. Sie setzt die Schrumpfung in diesem Jahr bei - 4 % an, der Internationale Währungsfonds dagegen etwas tiefer bei - 4,2 %. Die EU-Kommission veranschlagt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 10,7 % im Jahr 2010, der Internationale Währungsfonds dagegen bei 10,9 % für 2011.

Die Märkte fanden Trost in den Zentralbankerklärungen der EZB, der BOE (Bank of England) und der amerikanischen FED. Das dahinter liegende Thema ist, dass keine der großen Zentralbanken Eile hat, den Stimulus aus den Märkten zu ziehen. Am Freitag mussten die Märkte die weniger erfreulichen Beschäftigungszahlen in den USA schlucken. Die Schlagzeilen in den Zeitungen sprachen von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf ganze 10,2 % von 9,8 % im September. Wirtschaftsfachleute erwarteten 9,9 %. Die Non-Farm-Payrolls fielen letzten Monat um 190,000, dem bisher größten Verlust von Arbeitsplätzen in Bau, Produktion und Einzelhandel. Wirtschaftsfachleute hatten einen Abfall um 175,000 erwartet. Seit dem Anfang der Rezession 2007 sind die Arbeitslosenzahlen um 8,2 Millionen angestiegen, und die Arbeitslosenrate ist um 5,3 % gestiegen. Auch wenn die Aktienmärkte weiter bedrückt sind, wurde der Rohstoffmarkt mit Ausnahme der Edelmetalle stark getroffen. Rohöl verlor 2,25 $ und stabilisierte sich bei 77,37 $ pro Barrel. Gold erreichte eine neue Rekordhöhe und stabilisierte sich bei 1069 pro Barrel, nachdem Indien viel Gold vom IWF gekauft hatte. Da China als zusätzlicher Bieter auf den Markt drängt, erreichte Gold am Freitag neue Höhen.

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Der Dollar fiel in dieser Woche weiter ab, denn die Devisenhändler zogen kurze Dollarpositionen für zusätzliches Risiko in Erwägung. Positive Grundsatzdaten am Anfang der Woche drückten den Dollar gegenüber dem Euro, dem britischen Pfund, dem Yen und dem australischen Dollar nach unten.

Devisenhandel

Das Paar AUD/USD machte einen Höhenflug durch, nachdem die RBA, die australische Zentralbank, die Wachstumserwartungen in ihrer vierteljährlichen Erklärung zur Geldpolitik verdreifachte und klarstellte, dass die Zinssätze in der Zukunft ansteigen könnten. Auch wenn sich einige Investoren auf den AUD stürzten in der Hoffnung, dass die Kurse früher als erwartet neue Höhenflüge erleben würden, sandte Gouverneur Stevens am Donnerstag eine direkte Nachricht an den Markt und riet zu einem langsameren Ansatz. Der australische Dollar wird derzeit bei seinem höchsten Niveau seit über einer Woche gehandelt, er wird von dem Handelsrisiko und den ermutigenden Aussichten der australischen Wirtschaft unterstützt. Die Schätzungen der RBA für 2009 liegen jetzt bei einem Wachstum von 1,75 %, verglichen mit 0,75 % seit den letzten Aussichten im August. Die Zentralbank erwartet jetzt ein Wirtschaftswachstum von 3,25 % für 2010, verglichen mit 2,25 % zuvor. Gouverneur Stevens sagte, dass die Export- und die Rohstoffbranchen die Schlüsselsektoren für ein Wachstum seien und dass China klar einen großen Einfluss auf die Wirtschaft habe. Die Bank erwartet auch, dass sich die Kerninflation auf 2,25 % im Jahr 2010 verglichen mit 3,25 % in diesem Jahr verlangsamen wird, was sie genau in die Zielbandbreite von 2-3 % bringen würde. Von einem technischen Standpunkt aus betrachtet könnte ein Durchbruch über A$0,9200 bei besser als erwarteten Beschäftigungen wieder einen Schritt zurück hin zu dem Rekord für dieses Jahr von etwa A$0,9330 bedeuten. Nachdem die Trendlinienunterstützung Anfang dieser Woche getestet wurde, drängte das Paar AUD/USD zu höheren Niveaus um 0,9175.

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Das britische Pfund stieg auf $1,66 an nach der Erklärung der britischen Zentralbank, dass es sein Wertpapierkaufprogramm um 25 Milliarden GBP auf 200 Milliarden GBP anheben würde. Auch wenn es noch Möglichkeiten für weitere Anreize gab, war der Betrag eher kleiner als erwartet, und die Kommentare über die Wirtschaft waren positiver, da zu erwarten ist, dass sich bald mehr Aktivitäten abzeichnen werden. Auch wenn Großbritannien noch immer keine starken, fundamentalen Daten aufweist, zeigt das aktuelle technische Muster des Paars GBP/USD ein potentiell invertiertes Kopf- und Schultermuster, was zu zusätzlichen Käufen animieren könnte.

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Die kommende Woche

In dieser Woche wird der Markt den EWWU-Sentix Vertrauensindex am Montag beobachten, dem die Geschäftsbedingungen in Australien am Dienstag folgten werden. Der ZEW-Bericht mit Informationen zur neusten Vertrauensumfrage in EWWU wird am Dienstag veröffentlicht werden. Am Donnerstag sind alle Augen auf den Beschäftigungsbericht in Australien gerichtet, auf den die Zahlen zur Industrieproduktion in der EWWU und zu Arbeitslosengeldforderungen in den USA folgen. Die Daten vom Freitag werden auch eine große Wirkung auf die Märkte haben, denn in Japan werden die Zahlen zur Industrieproduktion veröffentlicht werden, während die Eurozone ihre BIP-Zahlen vorlegen wird. Analysten erwarten eine Zahl von 0,8 % für das Quartal, während die Zahl für das ganze Jahr mit 4,8 % auch besser als erwartet zu sein verspricht.

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