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Wochenbericht 30. November 2009

Mon, Nov 30, 2009

Weekly-German

Volatilität stieg zum Ende der Woche deutlich an, nachdem das Dubai, das im Staatsbesitz ist, um eine Stundung der Schuldenrückzahlung gebeten hatte. Als diese Nachricht am Mittwochabend in den Schlagzeilen auftauchte, rief sie sofort Panik hervor, denn bis jetzt ist die Zahl der globalen Kreditgeber, die von dieser Situation betroffen sind, noch nicht bekannt. Dubai world ist eine Holding im Staatsbesitz, die sich im Zentrum von Dubais Bemühungen für eine Diversifizierung der Wirtschaft im Bereich Immobilien, Freizeit und Investitionen auf lokaler und globaler Ebene befindet. Die Schlagzeile traf den Aktienmarkt hart und hatte eine sofortige Wirkung auf den Dollar und den Yen. Beide Währungen schnellten nach oben, als sich die Investoren in einen sicheren Hafen flüchteten, was risikoreichere Vermögenswerte, wie zum Beispiel Aktien, anregte.

Der S&P 500 Index verlor am Freitag 19 Punkte und schloss die Woche unverändert bei 1091,5. Die Woche fing positiv an und versprach, sich positiv zu entwickeln, was solide Gewinne für November bedeutet hätte. Die Marktteilnehmer wurden am Montag mit einer positiven Nachricht begrüßt, denn die Eurozone zeigte sich verbessernde Werte. Die Märkte verhielten sich auch am Dienstag und Mittwoch stabil, als die Händler die Überfülle von wirtschaftlichen Daten absorbierten. Am Mittwoch veröffentlichte das US-amerikanische Wirtschaftsministerium besser als erwartete Immobiliendaten. Die Anzahl von Neubauverkäufen stieg im Oktober trotz des schlechten Wetters und der Unsicherheit bezüglich der Steuergutschriften für Erstkäufer an. Die Verkäufe von Einfamilienhäusern stiegen um 6,2 % auf einen jahreszeitlich bereinigten Jahreswert von 430.000 an. Wirtschaftswissenschaftler hatten einen Abfall um 1,0 % auf 398.000 erwartet.

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Die Anträge für Arbeitslosenunterstützung hatten auch eine große Wirkung auf die Handelswoche, denn die Zahlen zeigten, dass die neuen Anträge um 35.000 auf 466.000 in der Woche, die am 21. November endete, gefallen waren. Der vierwöchige Durchschnitt von neuen Anträgen, die die Volatilität der Daten glätten soll, war auch um 16.500 auf 496.500 gefallen.

In Europa hatte sich das Geschäfts- und Verbrauchervertrauen in den 16 Euroländern im November auch weiter verbessern, während die Kapazitätsnutzung in der herstellenden Industrie zum ersten Mal seit dem Beginn der Finanzkrise angestiegen war. Einer Monatsumfrage der Europäischen Kommission zeigte am Freitag, dass der ESI, der Wirtschaftsstimmungsindikator, für die Eurozone im Oktober von 86,1 bis auf 88,8 angestiegen war. Der Anstieg des ESI war höher als erwartet, denn Umfragen von Wirtschaftswissenschaftlern in der letzten Woche hatten vorausgesagt, dass er auf 88,1 ansteigen würde. Das war der achte laufende Monat, in dem sich die Stimmung verbessert hatte.

Devisenhandel

Der Dollar blieb auch weiter in der Defensive, bis der FOMC (Federal Open Market Committee, der Offenmarktausschuss der US-Notenbank) sein neuestes Protokoll veröffentlichte, das sich negativ über den Dollar äußerte. Laut dem Protokoll zeigten die Mitglieder wenig Zweifel hinsichtlich des Leitkurses, die Meinungen in der Debatte über eine Ausweitung der integrativen Lockerungen schienen aber weiter auseinander zu gehen. Es schien, dass Bullard der einzige war, der sich für eine Ausweitung aussprach, es schien aber dennoch, dass noch andere Mitglieder mit ihm einverstanden sein könnten. Er bemerkte, dass ein niedriger Leitkurs ein exzessives Risiko hervorrufen könnte, beschrieb aber den Verfall des Dollar als normal und schlug vor, dass jetzt an dieser Stelle kein Bedarf bestünde, auf den schwachen Dollar zu reagieren. Die Meinungen gingen sogar vor einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen hinsichtlich des wirtschaftlichen Ausblicks auseinander. Die US-Notenbank hob ihre Wachstumsvoraussagen für das BIP an, aber das Protokoll legte nahe, dass die Mitglieder verschiedener Meinung waren, denn einige betrachteten das Wachstum und die Inflationsrisiken als ausgeglichen, während andere negative Risiken in der Inflation sahen, die zu unterdrücktem Wachstum führen. Die Voraussagen und die Debatte fanden vor der Veröffentlichung der neuesten Beschäftigungszahlen statt.

Veränderungen der Voraussagen: BIP-Wachstum für 2010: 2,5-3,5 % (2,1-3,3 % bisher), für 2011: 3,4-4,5 %, Inflation für 2010: 1,3-1,6 % (1,2-1,8 % bisher), für 2011: 1,0-1,9 %, und Arbeitslosigkeit für 2010: 9,3-9,7 % (9,5-9,8 % bisher), für 2011: 8,2-8,6 %.

Bei den einzelnen Paaren durchbrach das Paar EUR/USD in der Mitte der Woche einen starken Widerstand und erreichte ein Hoch von $1,5140. Am Freitag fiel der EUR, konnte aber während der Sitzung Unterstützung finden und prallte in der Innertagessitzung von seinem 50-tägigen Bewegungsdurchschnitt bei $1,4827 und der Trendlinienunterstützung ab.

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In Asien zeigten sich die Wirtschaftsveröffentlichungen aus Japan für den Yen haussierend. Japans Export verzeichnete im dritten laufenden Monat im Oktober Gewinne, wodurch der Jahreswert für den Abfall für dieses Jahr seinen bisher niedrigsten Wert erreicht hatte. Die Exporte fielen um 23,2 % verglichen mit dem Vorjahr, nachdem sie im September um 30,6 % gefallen waren. Dies übertraf den erwarteten Abfall um 26,8 %. Unter saisonbereinigtem Aspekt waren die Exporte um 2,5 % vom Vormonat angestiegen, das war der dritte kontinuierliche Anstieg. Die Zahlen betonten die Stärke der neuesten Erholung.

Weiterhin waren Exporte nach Asien verglichen mit dem Vorjahr um 15 % gefallen, was eine Verbesserung ist verglichen mit dem Verfall um 22,2 % im September. Trotz der guten Nachrichten darf man nicht vergessen, dass diese Verbesserungen vor allen Dingen den stimulierenden Maßnahmen in der Welt zu verdanken sind. Investoren bleiben skeptisch über die aktuelle Stärke und fragen sich, ob die Nachfrage auch weiter ansteigen wird, da die Unterstützungsmaßnahmen bald zu einem Ende kommen werden.

Der Yen bot die meisten Bewegungen in der Woche, er stieg auf einen 14-Jahrehoch an. Das hohe Niveau des Yens rief sofort Besorgnis hervor, denn die aktuellen Zinssätze werden eine Wirkung auf die Exporte aus dem Land haben. Regierungsvertreter in Japan zeigten sofort ihre Besorgnis, sie sagten, dass sie vielleicht einschreiten werden, wenn der Yen weiter an Stärke gewinnt.

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Nachdem das Pfund während der Woche gefallen war, kletterte es am Freitag gestützt von dem globalen Momentum und den Aussagen von Gouverneur King gegenüber dem britischen Auswahlkommittee des Finanzministeriums wieder nach oben. Kings Kommentare zu Wirtschaft und Inflation stimmten mit früheren Erklärungen überein. Der Gouverneur warnte davor, dass die Inflation kurzfristig stark ansteigen könnte, dass aber zusätzliche Kapazitäten als Gegengewicht bei der mittelfristigen Inflation wirken könnten. King und andere Mitglieder des Geldpolitiksausschusses sagten, dass sich die Wirtschaft auf eine Erholung vorbereite, auch wenn das Wachstum noch sehr gering ist.

Die kommende Woche

In der nächsten Woche werden die Märkte die Statistiken des japanischen Immobilienmarktes und das BIP-Ergebnis aus Kanada beobachten. Danach steht die Zinssatzentscheidung in Australien am Dienstag bevor. Am Mittwoch werden die Produzentenpreise in EWWU und die Beschäftigungszahlen in den USA, gefolgt vom Beige Book der US-Notenbank veröffentlicht. Man darf nicht vergessen, dass Wirtschaftsfachleute das Beige Book oft genau verfolgen, denn dieser Bericht wird achtmal pro Jahr veröffentlicht und enthält entscheidende Informationen über die Wirtschafts- und Geschäftsbedingungen seiner verschiedenen 12 Bereiche.

Donnerstag und Freitag werden in dieser Woche die Höhepunkte sein, denn in der Eurozone werden die BIP-Ergebnisse und danach die Zinssatzentscheidung der EZB veröffentlicht.

Auch wenn keine Zinssatzänderungen erwartet werden, werden die Investoren in der Hoffnung zukünftige Trends zu finden die Worte von Trichet genau untersuchen.

Das Ende der Woche werden die NFP- und die Arbeitslosenergebnisse sein. Man darf nicht vergessen, dass die aktuelle Zahl jetzt zweistellig ist, eine höhere Arbeitslosenzahl könnte also für den aktuellen Anstieg verheerend sein.

 

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