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Wochenbericht 23. November ‘09

Sun, Nov 22, 2009

Weekly-German

Der Sekundärtrend für November kam Ende der Woche zum Stillstand, als sowohl die Abwärtsbewegung im Dollar als auch der Aufschwung auf den Aktienmärkten zu einem abrupten Stopp kamen. Der Dollarindex fand in dieser Woche Unterstützung, nachdem er in der Montagssitzung nach oben geschnellt war. Auch wenn die Wirtschaftsnachrichten noch immer niedrigere Niveaus für die US-Dollar förderten, konnte der Dollar an Boden gewinnen, was wiederum mit einem Umschwung auf den Aktienmärkten einherging. Am Ende der Woche war der S&P 500 um 4 Punkte oder 0,4 % auf 1089 gefallen.

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Die Woche hatte positiv angefangen, als der allgemeine Aktienindex in den USA über die 1100-Marke auf ein neues Hoch für 2009 bei 1110 Punkten angestiegen war. Die globalen Märkte erlebten auch einen Aufschwung durch die positiven Schlagzeilen aus Asien.

Die Wirtschaft in Japan war im dritten Quartal mit dem seit zwei mehr als Jahren schnellsten Tempo mehr als erwartet gewachsen. Das auf das Jahr umgerechnete BIP stieg um 4,8 %, also um mehr als die 2,7 % im zweiten Quartal, was deutlich schneller war als das von den Analysten erwartete Tempo von 2,9 %. Die Wirtschaft expandierte im dritten Quartal um 1,2 % gegenüber dem letzten Quartal, verglichen mit einem Tempo von 0,7 % im zweiten Quartal.

Die Haupttriebkraft war ein Anstieg in der heimischen Nachfrage, die von dem staatlichen Förderungsprogramm stimuliert worden war. Auch wenn die Daten sehr ermutigend waren, betonten die im Laufe der Woche veröffentlichten Zahlen, dass eine Einschränkung von staatlichen Ausgaben das Wachstum in den nächsten Monaten behindern könnte.

Am Dienstag und Mittwoch wurden viele Daten in den USA veröffentlicht, die eine starke Volatilität auf dem Devisen- und Aktienmarkt hervorriefen. Am Dienstag zeigte sich, dass er in den USA veröffentlichte Produzentenpreisindex um 0,3 % verglichen mit dem Vormonat Oktober angestiegen war (der Kern war um -0,6 % gefallen). Der Markt erwartete, dass er um 0,5 % und die Ex-Food und Energiekomponente um 0,1 % ansteigen würden. Die Daten wiesen kaum darauf hin, dass sich die Schwäche des US-Dollar und der Anstieg von Importpreise im Oktober auf die Herstellerpreise auswirken.

Am Mittwoch veröffentlichte das Arbeitsministerium die Zahlen des Verbraucherpreisindexes. Der saisonbereinigte Verbraucherpreisindex stieg im Oktober um 0,3 % an, verglichen mit einem Anstieg im September um 0,2 %. Der Kern des Verbraucherpreisindexes, also der Index ohne die Werte aus den Lebensmittel- und Energiesektoren, stieg im Oktober auch um 0,2 % an, er hatte also den gleichen Wert wie im September. Die Daten aus dem Immobiliensektor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, zeigten verglichen mit dem Vormonat eine Absenkung um 10,6 % mit einem saisonbereinigten Jahreswert von 529.000. Wirtschaftswissenschaftler hatten nach Umfragen des Dow Jones Newswires einen Anstieg um 1,7 % vorhergesagt. Dieser Verfall um 10,6 % brachte die Bauindustrie zu seinem niedrigsten Punkt seit sechs Monaten. Neue Baugenehmigungen fielen im Oktober um 4,0 % auf einen Jahreswert von 552.000. Wirtschaftsfachleute hatten erwartet, dass die Baugenehmigungen um 0,9 % auf einen Wert von 580.000 ansteigen würden. Hier sollte erwähnt werden, dass Baugenehmigungen ein Zeichen für Bautätigkeiten in der Zukunft sind. Die Zahlen zeigen jetzt, dass die Immobilienbranche trotz aller staatlichen Bemühungen noch immer mit schweren Problemen zu kämpfen hat. Weiterhin zeigt ein Blick auf die Anzahl von leer stehenden Häusern, dass die Zahlen nach oben geschossen sind, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass es noch immer sehr viel Bestand auf dem Markt gibt.

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Die Aktienmärkte kamen deutlich unter Druck, als der Dollar am Donnerstag nach oben kletterte. Die Marktteilnehmer reagierten apathisch auf die Zahlen der Arbeitslosenanträge. Die Zahl von US-Arbeitnehmern, die in der letzten Woche einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, hatte sich verglichen mit der letzten Woche nicht verändert. Laut Angaben des Arbeitsministeriums war die Zahl der Erstanträge bei 505.000 bei Wochenendschluss am 15. November gleich geblieben. Der Wert der Vorwoche war von 502.000 auf 505.000 korrigiert worden.

Am Freitag unternahm die Europäische Zentralbank den ersten Schritt zu auf die bisher beispiellosen Maßnahmen zur Rettung des Finanzsystems seit dem Ausbruch der globalen Kreditkrise im letzten Jahr. In einer Überraschungserklärung sagte die Bank, dass es seine Standards, unter denen sie neue durch Aktiva abgesicherte Vermögenswerte als Pfand von Banken für die Refinanzierungsausschreibung vom 1. März 2010 akzeptiere, anziehen werde. Sie fügte hinzu, dass sie diese strengeren Standards ab dem 1. März 2011 auf alle durch Aktiva abgesicherte Vermögenswerte ausweiten werde.

Devisenhandel:

Die Kommentare des US-Notenbankpräsidenten Bernanke zum Dollar am Freitag zeigten ein deutliches Bild hinsichtlich der möglichen Preisaktivitäten, er äußerte seine Besorgnis über die Wirtschaft, nicht aber über den Wert des Dollars. In seiner Rede stellte er die Bedingungen dar, unter denen die Bewegungen des Dollar relevanter für die Ausrichtung der Geldpolitik werden könnten – wenn eine Wertveränderung des Dollars nämlich die US-Notenbank dabei behindern könnte, seinen Doppelauftrag für Vollbeschäftigung und Preisstabilität zu erfüllen. Diese Verpflichtung zu diesem Doppelauftrag und zu dem, was Bernanke als “die dahinter liegende Stärke der US-Wirtschaft” bezeichnete, werden dazu “beitragen, dass der Dollar stark ist und eine Quelle globaler Finanzstabilität ist”. Bernanke nutzte die Gelegenheit in seiner Rede, um zu Kommentaren von Regierungsvertretern am Wochenende auf dem APEC-Treffen Stellung zu nehmen. Sie hatten behauptet, dass niedrige Zinsen und ein schwacher Dollar einen “riesigen Carry Trade“ finanzierten, der wiederum eine “massive Wirkung auf die Wertpapierpreise weltweit” habe. Bernanke wies letztendlich darauf hin, dass die amerikanische Geldpolitik entsprechend den Bedürfnissen der heimischen Wirtschaft (in Übereinstimmung mit dem Doppelauftrag) ausgerichtet würde und nicht im Hinblick auf den globalen Kapitalfluss.

Auf der anderen Seite des Atlantiks kam das britische Pfund Sterling in dieser Woche unter Druck, als die Investoren von risikoreicheren Vermögenswerten absprangen. Die Voraussage der Bank of England, dass die Inflation ansteigen würde, fiel mit den Ergebnissen des englischen Verbraucherpreisindexes zusammen (ein Anstieg von 1,5 % auf das Jahr umgerechnet verglichen mit 1,1 % im September). In Anbetracht des Basiseffektes im letzten Jahr, der jüngsten Anhebung der Benzinpreise und der Aufhebung der Mehrwertsteuer erwarten Analysten, dass der Verbraucherpreisindex in den nächsten Monaten weiter ansteigen wird. Trotz eventuell höhere Preise warnte die Bank of England davor, dass jetzt nicht der Zeitpunkt zum Handeln mit Immobilien gekommen sei, auch wenn die Inflation in den nächsten Monaten volatil sein und das Ziel der Bank von 2 % übersteigen könnte.

Hier sei daran gehindert, dass die Händler dem GBP den Rücken kehrten, nachdem das Protokoll der letzten Sitzung der Bank of England am 5. November veröffentlicht worden war. Der Geldpolitikausschuss stimmte dafür, das Anleihekaufprogramm um £25. Mrd. auszubreiten, was es zu einer Gesamtsumme von £200 Mrd. seit seinem Beginn bringen wird. Investoren fürchten jetzt, dass es jetzt zu weiteren Anreizen für die britische Wirtschaft kommen könnte, was dem Pfund stark zusetzen könnte. Gouverneur King wollte sich in der letzten Woche nicht darauf festlegen, ob seiner Meinung nach zusätzliche Anleihenkäufe nötig seien.

Auf dem Immobilienmarkt rutschten die Hauspreise in Großbritannien im November wieder ab und beendeten die Fortschritte der letzten drei Monate, da sich die Nachfrage kurz vor Weihnachten senkt. Rightmove sagte, dass Verkäufer die Preise seit dem Vormonat, in denen sie um 2,8 % gestiegen waren, wieder um 1,6 % gesenkt hatten. Die Preise sind um 1,6 % höher als vor einem Jahr, aber immer noch mehr als 6 % niedriger als zu ihrem Höhepunkt im Mai 2008. Die andauernde Besorgnis über die Kreditvergaben in der Wirtschaft, nicht nur für Hypotheken, sondern auch für Unternehmensdarlehen, wurde von einem Bericht des Chambers of Commerce, der britischen Handelskammer, über eine verschlechterte Kreditverfügbarkeit bestärkt.

Von einem technischen Standpunkt aus gesehen schloss das Pfund unter seinem 20-tägigen Durchschnittswert, nachdem es wieder zurück in seine jüngste Kursbreite gelangt war.

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In Australien beschrieb die Zentralbank das Tempo von bevorstehenden Zinssatzanstiegen in den nächsten Monaten als ein “offenes Thema”. Das Protokoll der letzten Sitzung am 3. November zeigte, dass politische Entscheidungsträger beim Abwägen von Inflationsrisiken gegenüber der Möglichkeit, die empfindliche Erholung der Wirtschaft zu bremsen, vorsichtig sind. Es klärte aber nicht, ob der mehrfache Zinssatzanstieg beendet sei. Regierungsvertreter sagten, dass Geschäftsaktivitäten und Verbrauchervertrauen sehr empfindlich reagieren könnten, wenn sich die Wirkungen der staatlichen Programme und Unterstützungen abschwächen. Derzeit liegt nahe, dass Vermögenswerte mit mehr als 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf 3,75 % nach der nächsten Sitzung der australischen Zentralbank ansteigen werden.

Technisch betrachtet scheint sich das Paar AUD/USD in seinem 20-tägigen Bewegungsdurchschnitt gehalten zu haben, es wird jetzt auf der Trendlinienunterstützung gehandelt.

 

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Die kommende Woche

In der nächsten Woche werden die Märkte den Einkaufsmanager-Index in der EWWU am Anfang der Woche, gefolgt von den Zahlen zum Verkauf von gebraucht Immobilien in den USA beobachten können. Am Dienstag folgen die Zahlen zu Industrieaufträgen in der EWWU vor den US-BIP und den Zahlen zu persönlichem Verbrauch und persönlichen Ausgaben. Am Mittwoch fängt der Tag mit dem BIP in Großbritannien an, danach folgen die Zahlen zu den amerikanischen Verbrauchsgütern und den Anträgen für Arbeitslosenunterstützung. Am Donnerstag geschieht weniger auf der wirtschaftlichen Bühne, die US-amerikanischen Märkte sind geschlossen und feiern ihr Erntedankfest. Am Freitag endet das Verbrauchervertrauen in EWWU die Woche.

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